Fernwärme 2030

Fernwärme 2030

Rolle: Partner

Thema: Energy and Environment (RIS3-Spezialisierungsbereich Energie und Umwelt)

Laufzeit: 01.07.2016 - 31.12.2018

Förderprogramm: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014 - 2020

Projektbudget: 549.400,00 €

Laufzeit: 01.07.2016 - 31.12.2018

Projekt-Website: http://www.provinz.bz.it/politik-recht-aussenbeziehungen/europa/eu-foerderungen/efre-2014-2020.asp


Folgen des Klimawandels sowie die von der Provinz Bozen geplante Sanierungsquote von Gebäuden wird mittelfristig einen Rückgang des Wärmebedarfs für Heizungszwecke bewirken. Die von der Provinz Bozen strategisch geförderten Fernheizwerke (Jahresumsatz ca. 66Mio.€) sehen sich mit einem Trend konfrontiert, der ein positives Wirtschaften erschwert oder sogar gefährdet. Ein Rückgang von bis zu 30% der Nachfrage an Fernwärme bis zum Jahr 2030 kann in Folge der klimatischen Veränderungen und der politischen Vorgaben zur energetischen Gebäudesanierung eintreffen. Daneben streben neue technologische und systemische Trends (wie primär die Lösung des Problems zu hoher Rücklauftemperaturen) eine allgemeine Effizienzsteigerung der Fernwärmeversorgung im Sinne eines fortlaufendes Entwicklungsprozesses an. Auf Basis der speziellen Gegebenheiten der Südtiroler Fernheizwerke werden zwei zentrale Bereiche identifiziert, bei welchen Effizienzmaßnahmen durch technologische- und Prozessinnovationen gesetzt werden können, wodurch auch eine Systeminnovation des Fernwärmesektors in Südtirol möglich wird:

1. Biomassenutzung;

2. Fernwärme-Verteilung;

In den genannten Bereichen werden Innovationen eingeführt werden, welche eine Effizienzsteigerung ermöglichen. Es wird angenommen, dass folgende ökonomische und ökologische Ziele bei flächendeckender Anwendung in der Provinz Bozen erreichbar sind:

- Einsparungen Biomasseeinkauf ca. 5% (ca. 1,25-1,5 Mio.€/a);

- Verringerung Netzverluste von aktuell ca. 20% (im Jahresschnitt) auf ca. 18% im Jahresschnitt. (entspricht Differenz von ca. 18 Mio. kWh/a bzw. ca. 1 Mio. €/a);

- Minderung des Gesamt-Ausstoßes von Schadstoffen aus dem Fernwärmebetrieb im Ausmaßvon ca. 7% (Minderung CO, Minderung Staub und Minderung CO2, auch wenn CO2 als klimaneutral gelten kann).